Logo der Sonnenberg-Klinik, Bad Sooden-AllendorfSONNENBERG KLINIK
 Fach- und Rehabilitationsklinik für Onkologie (AHB), Hämatologie und Immunologie

Hardtstraße 13 - 37242 Bad Sooden-Allendorf - Telefon: 05652 54-1 - Telefax: 0 5652 54-9 90

Informationen zu Krankheiten
Weitere Medizinische Informationen und Links -
speziell auch von
der Sonnenberg Klinik -  klicken Sie hier

Klimakterische Störungen

Behandlung mit Phytotherapie

Mit dem Begriff Klimakterium ist eine physiologische Phase im Leben einer jeden Frau gemeint, gekennzeichnet durch einen Wechsel im Hormonhaushalt am Übergang von der fortpflanzungsfähigen Phase in eine Phase der nachlassenden Funktion der Eierstöcke. Es handelt sich hierbei sicherlich nicht um einen Krankheitszustand, allerdings durchaus um einen Zeitabschnitt mit mehr oder minder stark gestörtem Wohlbefinden, mit Symptomen vegetativer Art wie Schweißausbrüchen, Hitzewallungen, Hautrötungen und Stimmungsschwankungen (Klimakterische Störungen). 

Ab etwa dem 40. Lebensjahr können erste klimakterische Symptome und damit auch klimakterische Störungen auftreten, die sich zunächst bemerkbar machen durch Unregelmäßigkeiten im Zyklusablauf. Labor-chemisch findet man eine zunehmende Verringerung des 17-ß-Östradiol-Spiegels verbunden mit einer gegenregulatorischen Erhöhung der Gonadotropine LH und FSH, die aus bestimmten Hirnarealen ausgeschüttet werden.

Das Auftreten klimakterische r Störungen ist individuell ausgesprochen unterschiedlich und nicht allein vom hormonellen Status abhängig. Entscheidenden Einfluss haben auch individuelle familiäre und soziokulturelle Faktoren. So kann die Ausprägung klimakterische r Symptome äußerst unterschiedlich sein. Sie müssen nicht in jedem Falle behandelt werden, jedoch kann die Lebensqualität einer Frau durch auch derart negativ beeinflusst werden, dass eine Behandlung der  klimakterische n Störungen notwendig wird.

Auch spezielle Therapiemaßnahmen sind in der Lage, ein vorzeitiges Klimakterium einzuleiten, so z. B. zytostatische Therapien onkologischer Erkrankungen, die operative Entfernung der Eierstöcke oder auch bestimmte antiöstrogene Therapiemaßnahmen, z. B. bei Mammacarcinom.

Je nach Ursache sind auch die zu Gebote stehenden Therapiemöglichkeiten der klimakterische n Störungen sehr unterschiedlich. Als Basismaßnahme können Ernährungsempfehlungen gegeben werden wie das Meiden von Koffein, höherprozentigen alkoholischen Getränken und scharf gewürzten Speisen. Begleitend bei klimakterische n Störungen sind häufig Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Entspannungstraining nach Jacobson hilfreich. Zusätzlich sollte in dieser Lebensphase auf eine ausgewogene, calciumreiche Ernährung geachtet werden, da mit sinkendem Östradiolspiegel das Risiko einer Osteoporose verbunden ist. Auch sollte der Wert regelmäßiger Bewegung als Osteoporoseprophylaxe nicht vergessen werden.

In vielen Fällen jedoch ist bei klimakterische n Störungen eine zusätzliche medikamentöse Therapie notwendig. Die sicherlich häufigste Empfehlung ist die der Einnahme eines synthetischen Hormonersatzpräparates, was jedoch von vielen Frauen abgelehnt wird, vor allem aus Angst vor der Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Diese Haltung wird durch kürzlich publizierte große Studien unterstützt. Außerdem verbietet sich die Einnahme synthetischer Östrogenpräparate ohnehin für Patientinnen mit hormonabhängigen Tumoren z. B. einem Mammacarcinom.

Aus dieser kritischen Einstellung gegenüber der etablierten Hormonersatztherapie heraus gewinnen phytotherapeutische Optionen bei klimakterische n Störungen zunehmend an Bedeutung. Diese zeichnen sich aus durch gute Verträglichkeit pflanzlicher Arzneimittel und geringe Nebenwirkungen. Insofern greifen Patientinnen, die unter klimakterische n Störungen leiden, gerne auf pflanzliche Medikamente zurück.

Hier hat sich in erster Linie ein Extrakt aus der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) bewährt und etabliert. Wirksamkeit und Verträglichkeit werden durch schon langjährig gesammelte Erfahrungen mit diesem Wirkstoff gestützt. Es ist nachgewiesen, dass die Inhaltsstoffe des Traubensilberkerzenextraktes sich an Östrogenrezeptoren binden. Die ursprünglich bestehende Befürchtung, dass hierdurch selbst wieder östrogenähnliche Effekte ausgelöst werden könnten, ist inzwischen durch eine Reihe klinischer und laborchemischer Untersuchungen nach heutigem Wissensstand gegenstandslos. So zeigte es sich, dass durch die Gabe von Cimicifuga – Extrakt keine östrogentypischen Veränderungen der Gonadotropinausschüttung (d. h. der die Östrogenproduktion steuernden Hormone) hervorgerufen wurden. Auch das Zellbild von Vaginalabstrichen und das Verhalten der Gebärmutterschleimhaut zeigte keinen östrogentypischen Effekt.

Die Befürchtung, dass evtl. vorhandene Mammacarcinomzellen durch Cimicifuga in ihrem Wachstum stimuliert werden könnten, ließ sich ebenfalls nicht bestätigen. Es fand sich im Gegenteil eine dosisabhängige Verminderung der DNA-Synthese in diesen Tumorzellen und somit ein wachstumshemmender Effekt, was für die häufig empfohlene Kombination von Cimicifuga und Tamoxifen spricht. 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Inhaltsstoffe der Traubensilberkerze sich an Östrogenrezeptoren binden, eine eigene östrogene Wirkung jedoch hieraus nicht abgeleitet werden kann, wohl aber eine Minderung der klimakterische n Störungen durch Cimicifuga (z. B. Remifemin) erreicht werden kann. Bei entsprechendem Beschwerdebild wird den Patientinnen in der Sonnenberg-Klinik durchaus zu einer zusätzlichen Einnahme eines Cimicifuga-Extraktes (z. B. Remifemin) geraten.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihre Sonnenberg-Klinik
 

Animationen animierte Augen

Weitere Medizinische Informationen und Links für Patienten und Interessierte -
von
Angst vor Krebs bis Zervixkarzinom finden Sie hier.

Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.

Sagen Sie uns ruhig mal Ihre Meinung!
Oder stellen Sie Ihre Fragen -
klicken Sie uns hier an...

Sie möchten diesen Artikel ausdrucken? Markieren Sie den gewünschten Text, gehen Sie in der Symbolleiste auf "Datei", dann auf "Drucken", danach "Markierung" anklicken und dann erst drucken, denn sonst verlieren Sie durch die nachfolgende Themenübersicht unnötiges Papier.

Aktualisiert: Juni 2010

Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html

Weitere Fragen? Ihre Meinung?
Schicken Sie uns eine Email

· Impressum · Anfahrt

Sonnenberg-Klinik
Hardtstraße 13 · 37242 Bad Sooden-Allendorf
Telefon (0 56 52) 54-1 · Telefax (0 56 52) 54-9 90

Gebührenfreies Service-Telefon: 0800 7 35 87 00

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.